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eurotopics: Schweden stigmatisiert Freier zu Recht

Sexgeschäft in BerlinSexgeschäft in BerlinIn Stockholm läuft derzeit ein Prozess gegen ein Paar, das zahlreiche Frauen in die Prostitution gezwungen haben soll. Um das Geschäft mit Sex so weit wie möglich zu unterbinden, muss man nicht nur den Menschenhandel, sondern auch den Kauf erotischer Dienstleistungen bekämpfen, meint die liberale Tageszeitung Dagens Nyheter - und lobt die schwedische Praxis: "Staatsanwälte betonen, dass Schweden von Prostitution vergleichsweise verschont bleibt. Sozialarbeiter Johan Christiansson, der mit Männern arbeitet, die Sex kaufen wollen, verweist auf Studien, wonach 89 Prozent der schwedischen Männer dies niemals ernsthaft erwogen haben. Die Situation in Ländern wie Deutschland, Dänemark, Frankreich oder Holland sieht völlig anders aus. Das wird vor allem auf unser Sexkauf-Gesetz [das den Erwerb sexueller Dienstleistungen unter Strafe stellt] zurückgeführt. ... Je weniger normal es ist, Sex zu kaufen, desto größer ist die Stigmatisierung der Freier. Wenn man [Prostitution] ganz ausrotten will, ist es offenbar besser, sich auf die Nachfrage statt auf das Angebot zu konzentrieren." (Quelle: eurotopics 22. Oktober 2013)

Info:
Sexgewerbe wurde in Deutschland mit einem Prostitutionsgesetz von 2002 legalisiert. Laut dem Bestimmung dürfen Prostituierte nicht ausgebeutet werden, was aber nur schwer durchführbar oder überprüfbar ist. Indes geht man in Schweden einen anderen Weg, denn dort werden seit 1999 nicht Stricherinnen sondern Freier bestraft. Gegenwärtig wird in Bundesrepublik diskutiert, ob dieses Gesetz nicht auch in Deutschland in Kraft treten soll und die Sexualdienste ganz verboten werden sollen.

Symbolbild: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

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