Das Baltikum-Blatt

Skandinavien

Barack Obama besucht Schweden

Veröffentlicht: 05. September 2013

 

US-Präsident Obama und Schwedens Premierminister Fredrik Reinfeldt US-Präsident Obama und Schwedens Premierminister Fredrik Reinfeldt Einen Tag vor Beginn des St. Petersburger G20-Gipfels in Russland besucht US-Präsident Barack Obama Schweden. Dort will er Rückendeckung für seine Syrien-Politik holen. Die Visite den Chefs des Weißen Hauses in Skandinavien ist eine Notlösung. Nach dem Anfangsplan wollte Obama heute und morgen seinen russischen Amtskollegen Wladimir Putin treffen. Im Zuge der Spannungen zwischen Weißen Haus und Kreml wegen der NSA-Affäre des früheren US-Geheimdienstlers Edward Snowden hatte amerikanische Präsident das Treffen aber abgesagt.

Obama in Stockholm, dass für die Giftgas-Angriff Syriens Präsident Bascharad al Assad verantwortlich ist. „Die Welt dürfe nicht mehr schweigen. Auf diese "schreckliche Gewalt" nicht zu reagieren, würde das Risiko weiterer Angriffe erhöhen, sagte er in schwedischen Hauptstadt.

Präsident brachte noch vor, er sei voller Hoffnung, dass US-Kongress einem Militärschlag gegen Syrien grünes Licht geben wird. Die Abstimmungen im Parlament und im Senat werden nächste Woche erwartet. Überdies hofft Präsident, dass Russland, das bisher einen Militärangriff gegen Assad-System abgelehnt hatte, von seinen Beistand für den Befehlshaber Syriens kündigen werde.

Schwedens Premierminister Fredrik Reinfeldt verurteilte die Gebrauch von chemischen Waffen und verlangte ebenfalls, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Am Abend traf sich Obama noch mit den Regierungschefs von Finnland, Dänemark, Island und Norwegen.

Foto: © Kristian Pohl / Schwedische Regierung (Regeringskansliet)