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Finnische Nationalrundfunk YLE: Odins Soldaten sind Rassisten

Finnland: Soldaten OdinsDem finnischen Nationalrundfunk YLE zufolge präsentieren sich die Odins Kämpfer in sozialen Netzwerken mit Nazisymbolen und Waffen. „Guten Morgen, Rassisten!“ sollen sich die Führungspersonen der Gruppe gewöhnlich grüßen. In der „geschlossenen Ebene“ fungieren fast 80 Personen aus ganz Finnland. Davon sind der Großteil Männer.

YLE veröffentlichte das Material. In einem Posting sieht man ein Bild von einem dunkelhäutigen Kind in einem Gefäß, der Untertitel dazu lautet: „Wieder ein Eimer voll Scheiße“. Dazu viele „Likes“ mit hochgehobenen Daumen. In vielen Einträgen wurden Nazisymbole benutzt oder man zeigt sich (auch Frauen) mit Waffen.

Die Bandenmitglieder geben ansonsten noch Empfehlungen: „Falls die Situation eintritt, soll man Teleskopknüppel, Gas oder Eisenpuppen (Anm. d. R.:So werden im Slang Golfschläger genannt) benutzen, ein Messer (zu haben) sei aber nicht nett.“ Die Gruppe soll Leitsätze anwenden und eine Hierarchiestruktur haben, wie es in Motorgangs üblich ist.Finnland: Soldaten Odins

Die Organisation hat verschiedene Mitgliederebenen wie zum Beispiel „Vollmitglied“, „Unterstützer“ und „Katalog“ - ein Mitglied auf der Probe. Die Gruppenführung hat deutlich erkennbar Angst vor einem Infiltration, denn die Neuen werden ausführlich überprüft.

Doch bei Odins Soldaten machen nicht nur Rechte, sondern auch Linke mit. YLE bringt Beispiele, dass die der russischen Kreml-Politik nahestehende Zeitung MV eng mit der rassistischen Bewegung verbunden ist. Wie bereits berichtet (Das Baltikum-Blatt/13. Dez. 2014) unterstützt Russlands Präsident Wladimir Putin ungeniert auch braune Bewegungen in seinem Reich und in europäischen Ländern.

Finnland: Soldaten OdinsDoch die Soldiers of Odin sind nicht nur Rassisten, viele von ihnen haben einen kriminellen Hintergrund (Das Baltikum-Blatt/04. März 2016). Die finnische Boulevardzeitung Iltalehti berichtet, dass ein 40-jähriger Mann, Chef der Straßenpatrouillen in der Hauptstadt Helsinki, ein grober Frauenschläger sei. Dies ginge hervor aus einem Antrag, den Odins Soldaten zur Registrierung als gemeinnütziger Verein am 16. Februar gestellt haben. Der Finne wurde 2010 wegen Misshandlung seiner früheren Ehefrau zu ein Jahr und zwei Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. In der Gerichtsurteil ist zu lesen, dass er seiner damaligen Frau, obwohl sie schon auf dem Boden lag, trotzdem weiter auf den Kopf schlug. Im gleichem Jahr hatte der Führungssoldat Odins wieder seine jetzt schon geschiedene Frau mit Faust ins Gesicht geschlagen und am Hals gewürgt was ihm weitere 30 Tage Gefängnis einbrachte. Der Mann stand auch 2004 vor Richter, er ging in seinem Wohnung auf zwei Kameraden mit Messer los. Bestraft ist er noch wegen Trunkenheit am Steuer und Betrugsdelikten. (asie/wesie)

Fotos: Facebook

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