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Finnische Finanzminister: Die Krim ist ein hoffnungsloser Fall

Alexander StubbAlexander StubbDer finnische Finanzminister Alexander Stubb hält in einem Interview für das US-Magazin Foreign Policy die Rückgabe der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim an die Ukraine für ein hoffnungsloses Unterfangen.

Das amerikanisches Medium befasst sich in seinem ausführlichen Artikel mit den Beziehungen zwischen Finnland und Russland, u.a. den Wirtschaftssanktionen, über welche die Europäische Union (EU) nächstmals im Juli beraten will. Italien und Frankreich wollen die Zwangsmaßnahmen beenden, Finnland hat der Abendzeitung Iltalehti zufolge seine Haltung noch nicht festgelegt.

„Ich halte die Krim für einen ausweglosen Fall, egal, wie wir darüber denken oder dazu stehen. Sollte aber Russland zeigen, das es in den Beziehungen zu Kiew und den Regionen der Ostukraine seine Grundeinstellung ändern kann, so könnte man über die Lockerung der Sanktionen nachdenken“, sagte Stubb. Seit zwei Jahren führt Moskau gegenüber Kiew einen verbalen Krieg und unterstützt mit Soldaten und Militärgerät die prorussischen Rebellen in der ostukrainischen Donbass-Region.

Der Artikel enthält auch ein Interview mit dem finnischen Außenminister Timo Soini, der der rechtspopulistischen Partei der Wahren Finnen (Perussuomalaiset) angehört. Soini betont, es sei bei der Kommunikation mit Moskau wichtig, Russlands Denkart zu kennen. „Es ist ein Land der Schachspieler. Ob es uns gefällt oder nicht, die Russen verfolgen einfach, wenn der rechte Zeitpunkt für sie da ist, die für sich dienlichen Strategien,“ sagte Soini und erklärt weiter: „Der Zustand ihrer Wirtschaft ist katastrophal, der Ölpreis ist niedrig – dies bedeutet auch Einschränkungen bei den militärischen Ausgaben. Das spielt für sie aber keine Rolle. Wenn die Russen etwas beschlossen haben, so boxen sie es durch. Kein westliches Land kann mit einer derart starken Entscheidungskraft Moskaus konkurrieren, das müssen wir immer beachten.“ (Thomas Michael)

Foto: © Frankie Fouganthin / Wikimedia CC-BY-SA 4.0

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