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Hohe Caesiumbelastung in der finnischen Hauptstadt festgestellt

Zentrum von HelsinkiZentrum von HelsinkiDas finnische Strahlungszentrum hat am 3. und 4. März mittels der Messanlagen auf dem Dach seines Gebäudes im Stadtteil Roihupelto in Ost-Helsinki eine erhöhte Belastung mit Caesium-137 festgestellt.

Die Strahlenschutzbeauftragte und Direktorin der Nuklearmedizinischen Abteilung des Zentrums, Tarja K. Ikäheimonen, erklärt, dass die hohe Caesiumkonzentration möglicherweise auf einen Einflug radioaktiven Staubes aus der Richtung des Katastrophenreaktors Tschernobyl zurückzuführen sei. Beim zu dieser Zeit vorherrschenden existierenden Ostwind kann das Caesium-137 auch aus Estland oder Russland herübergeweht worden sein. Von den beiden finnischen Atomkraftwerken, von denen eins östlich von Helsinki liegt, wurden keine Störfälle gemeldet:

Dem Strahlungszentrum zufolge ist die in der vergangenen Woche festgestellte Konzentration sei zwar ungewöhnlich, aber nicht so groß, dass die Gesundheit der Bevölkerung in Gefahr wäre, meldet die finnische Abendzeitung Iltalehti.

Der Strahlenschutzbeauftragten Tarja K. Ikäheimonen, zufolge lag die Strahlung mit 4000 Mikrobecquerel pro Kubikmeter Luft zwar auf dem Tausendfachen des Normalen, sei aber nur ein Millionstel dessen, was für Menschen gefährlich werden könnte. Da die Messung ausschließlich Caesium-137 ausweist, könne sie nicht vom Kern des Reaktors von Tschernobyl stammen.

Das Strahlungszentrum untersucht dem Zeitungsbericht zufolge den Caesiumfund weiter. (Thomas Michael)

Info:

Caesium, standardsprachlich auch Cäsium oder Zäsium geschrieben, wurde 1861 von Robert Wilhelm Bunsen und Gustav Robert Kirchhoff im Mineralwasser der Maxquelle Bad Dürkheim in der Pfalz entdeckt. Aufgrund der zwei blauen Spektrallinien, mit denen das Element nachgewiesen wurde, nannten sie es nach dem lateinischen „caesius“ (himmelblau). Das Reinelement konnte erstmals 1881 von Carl Setterberg dargestellt werden. Caesium ist ein extrem reaktives, sehr weiches, goldfarbenes, in hochreinem Zustand silbrig glänzendes Metall. Da es sofort und sehr heftig mit Luft reagiert, wird es in abgeschmolzenen Glasampullen unter Inertgas aufbewahrt. Eine biologische Bedeutung des Elementes ist nicht bekannt, es kommt normalerweise nicht im Körper vor und ist nicht toxisch.

Ein radioaktives Isotop des Elementes ist Caesium-137, seine Halbwertszeit beträgt rund 30 Jahre. Das Isotop ist ein Produkt der Kernspaltung und fand in der Öffentlichkeit besondere Beachtung, als es infolge des nuklearen Unfall von Tschernobyl nahe der ukrainischen Stadt Prypjat am 26. April 1986 in größeren Mengen in die Umwelt gelangte. (Quelle: Wikipedia)

Foto: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

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