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Finnischer Rundfunk: Deutsche und Amerikaner hören zu

 

Fotografieren mit dem Tablett - SymbolbildFotografieren mit dem Tablett - SymbolbildEiner geheimen Liste des deutschen Nachrichtendienstes (BND) zufolge hat die Bundesrepublik seit 2000 mindestens sechs durch Finnland führende Telefonleitungen abgehört, berichtet der öffentlich-rechtliche Sender Finnlands, Yleisradio (Yle). Die Telefonspionage erfolgte offenkundig in Zusammenarbeit mit der US-amerikanischen Sicherheitsbehörde National Security Agency (NSA).

Die an die Öffentlichkeit gelangte Liste der Telefonate ist indes zehn Jahre alt. Davor sind keine Fälle von Belauschen finnlandbezogener Telefonate bekannt. Das Dokument zeigt Verbindungen der Städte Paris, Brüssel, Schanghai, Budapest, Luxemburg und Reims mit Helsinki auf. Nicht bekannt ist, ob die Liste nur Telefonate oder auch Internetverbindungen enthält, doch höchstwahrscheinlich haben die Deutschen Beides ausspioniert.

Das Schriftstück gelangte zunächst an den österreichischen Parlamentarier Peter Pilz, der schon im Mai vergangenen Jahres Teile daraus veröffentlichte. Auf der Liste stehen 256 Leitungen in 31 europäische Länder. Pilz zufolge sei die Liste der NSA übergeben worden. Als Ganzes ging die Aufzählung im Oktober vergangenen Jahres slowenischen Journalisten zur Untersuchung zu.

Für die finnische Schutzpolizei (Suojelupoliisi, „Supo“) ist die Abhöraffäre neu, überrascht sie aber nicht. Die Verfassungsschutz-Behörde wollte die Dokumente nicht kommentieren. „Wir wissen, dass die Nachrichten Finnland betreffen und auch die damalige Zeit betrafen. Es ist absolut möglich und wahrscheinlich, dass durch Finnland verlaufende Auslandstelefonleitungen abgehört werden“, stellt der Supo-Oberinspekteur Tuomas Portaankorva in der Yle-Sendung fest. (Zusammenstellung: Thomas Michael)

Quelle: Yleisradio

Symbolfoto: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

 

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