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Finnischer Unabhängigkeitstag: Unruhen in Helsinki, 130 Verhaftungen

Krawalle in HelsinkiDie finnische Polizei musste gewaltsam eingreifen, als am Sonntag (6. Dezember) Demonstranten in der Hauptstadt Helsinki eine Prozession von Nationalisten attackieren versuchten. Beamte wurden mit Steinen und Flaschen beworfen. Die Ordnungshüter erwiderten die Angriffe mit druckluftbetriebenen "Markierungssystem-Gewehren“, 130 Personen wurden verhaftet.

Der Helsinkier Polizeisprecher Juha Hakola sagte der finnischen Tageszeitung Helsingin Sanomat zufolge am Montag (7. Dezember), dass aus einer druckluftbetriebenen halbautomatischen Waffe vom Typ FN 303 des amerikanischen Herstellers FNH USA Inc. (einer Tochterfirma der Waffenfabrikanten Herstal S.A. und Browning Inc.), die gegen gewalttätige Krawallmacher benutzt wird, sieben Schüsse abgegeben wurden. Die Waffe markiert Unruhestifter mit Farbe. Der Polizei zufolge habe es keine Verletzten gegeben; die Abendzeitung Ilta-Sanomat berichtete indes von einem Demonstranten, der laut Eigenaussage einen Schlag auf die Augenbraue bekommen habe.

Gemäß Hakola wurden vor der berühmten Felsenkirche Temppeliaukio im Stadtteil Etu-Töölö im Zuge von Verhaftungen fünf Schüsse abgegeben, zuvor schon auf den Straßen Mechelinin- und Väinämöisenkatu – ebenso in Etu-Töölö - zwei, als anarchistische, offensichtlich linke Demonstranten die Rechtsextremisten angreifen wollten. Insgesamt nahmen die Beamten 130 Personen fest.

„Die meisten Verhafteten sind schon wieder frei, die übrigen werden folgen“, sagte der Polizeisprecher Esa Pennanen den Helsingin Sanomat. Ihm zufolge werden einige Festgenommene im Lauf des Montags noch verhört, doch es sei unwahrscheinlich, dass welche in Haft bleiben. Ohne Gerichtsbeschluss dürfen in Finnland Menschen nicht länger als 24 Stunden in Gewahrsam gehalten werden.

Der finnische Staatspräsident Sauli Niinistö verurteilte die Krawalle scharf. Er war entsetzt, dass die Gewalt gegen die Polizei gerichtet war. Die Demonstranten dagegen kritisierten die Ordnungshüter, sie hätten ihrer Meinung nach zu viel Gewalt gegen die Protestler angewandt. Der Polizeisprecher wies aber die Kritik zurück. (Bericht von Thomas Michael)

Foto: Screenshot

 

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