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Finnland rüstet auf

„Molotows Brotkörbe“ für die finnische Zivilbevölkerung„Molotows Brotkörbe“ für die finnische ZivilbevölkerungFinnland verfolgt genervt die militärische Tätigkeit Russland in der Ost-Ukraine. Dazu kommt, dass das skandinavisches Land eine 1300 Kilometern lange Landesgrenze mit dem Riesenreich hat und die Finnen schon schlechte Erfahrungen mit ihrem Nachbarland haben.

Gemäß den geheimen Protokollen des Hitler-Stalin Paktes vom 1939 wurde Finnland zur Einflusssphäre der Sowjetunion erklärt und der damalige Diktator Jossif Stalin wollte das Land annektieren. Obwohl die Rote Armee durch den starken Widerstand im sogenannten Winterkrieg (30. November 1939 bis zum 13. März 1940) zuerst scheiterte, mussten die Finnen sich während des Fortsetzungskriegs (November 1939 bis März 1940) letztendlich geschlagen geben. Durch den Friedensvertrag verlor Finnland große Teile Kareliens, darunter die gesamte Landenge und große Gebiete nördlich des Ladogasees.

Weiterhin abgetreten werden mussten zahlreiche strategisch wichtige Inseln im Finnischen Meerbusen sowie die Fischerhalbinsel am Nordmeer. Später kam noch die Abtretung des Gebietes um Petsamo mit dem einzigen eisfreien Nordmeerhafen des Landes dazu. Hanko in Südwestfinnland wurde für dreißig Jahre an die Sowjetunion als Flottenstützpunkt verpachtet. Außerdem musste Finnland sich bereit erklären, eine Eisenbahnverbindung zwischen der schwedischen Grenze bei Tornio und Murmansk zu bauen und zu betreiben. Dafür blieb Finnland allerdings die Besetzung durch sowjetische Truppen erspart, und das Land konnte im Unterschied zu den baltischen Staaten seine Unabhängigkeit bewahren.

Jetzt lassen die Berichte über nahe kommende russische Militärmaschinen die alten Erinnerungen hoch kommen. Finnland weiß, wie verwundbar das Land ist. Die Debatten über das aktuelle Verhältnis zu Russland sind an der Tagesordnung, genau so wie der eventuelle Eintritt in das westliche Verteidigungsbündnis NATO. Doch der amtierende Präsident Wladimir Putin könnte sich dadurch provoziert fühlen. Beim letzten Treffen zwischen dem Kremlchef und dem finnischen Präsidenten Sauli Niinistö betonte der russische Präsident, dass die Sicherheit des skandinavischen Landes nur durch militärische Neutralität gewährleistet sei. Dies war eine deutliche Drohung. Schon zuvor hatte eine russische Einheit der Nordmeerflotte Stellung am Stützpunkt Alakurtti bei Murmansk bezogen, nur 60 Kilometer von der Grenze entfernt. Dort will Putin moderne Kasernen bauen und Infrastruktur schaffen.

Doch die Finnen rüsten ebenso auf. Allerdings mit finnischer Gelassenheit. Laut Umfragen fürchtet sich nur ein Drittel der Bevölkerung vor einem russischer Aggression (hier ein Film von der Deutschen Welle)

Foto: „Molotows Brotkörbe“ für die finnische Zivilbevölkerung. Diese sarkastische Bezeichnung erhielt diese mit 200 2,5-kg-Bomben gefüllte Streubombe aufgrund einer Erklärung des sowjetischen Außenminister Wjatscheslaw Molotow als Reaktion auf die durch die Bombardierung ziviler Ziele hervorgerufenen weltweiten Proteste, die sowjetischen Flugzeuge würden doch nur Brotsäcke für die hungernde finnische Bevölkerung abwerfen. Insgesamt verloren 956 Zivilisten bei den Bombardements ihr Leben

Fotoquelle: Wikipedia, Autor unbekannt

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