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DTM: Timo Glock und Mike Rockenfeller sind Sieger in Zandvoort

Mike Rockenfeller (Audi)Mike Rockenfeller (Audi)Mike Rockenfeller heißt der Gewinner im Sonntagsrennen (19. August) im niederländischen Zandvoort. Der Audi-Pilot aus Deutschland, der nach 37 Runden als Zweiter die Zielflagge sah, wurde nachträglich zum Sieger erklärt. Er rückte auf, da sein Landsmann Marco Wittmann im Anschluss an das Rennen disqualifiziert wurde. Der BMW-Werksfahrer hatte das zwölfte DTM-Saisonrennen als Erster beendet, bei der technischen Nachuntersuchung seines Fahrzeugs war allerdings nicht mehr die vorgeschriebene Restmenge an Benzin im Tank. Da nach der Disqualifikation die Audi-Markenkollegen Loïc Duval (Frankreich) und Mattias Ekström (Schweden) aufrückten, gingen alle Podestplätze an die Ingolstädter. Für Duval ist es der erste Podestplatz in seinem zwölften DTM-Rennen. Ekström übernimmt damit erneut die Führung in der DTM-Fahrerwertung.

Dabei sah es für Wittmann zunächst nach einem erfolgreichen Tag aus: Von Startplatz zwei hatte der Fürther beim Start die Führung übernommen und sich in der Schlussphase erfolgreich gegen einen starken Rockenfeller gewehrt. Der erste Saisonsieg hätte ihn zudem in der Fahrerwertung auf Platz zwei katapultiert. Die Freude von Wittmann, der den Pokal aus den Händen von Formel-1-Star Max Verstappen erhalten hatte, währte nicht lange: Da seinem Tank nicht die laut Reglement erforderliche Menge von 1000g für die Benzinprobe entnommen werden konnte, wurde er nachträglich disqualifiziert.

In der Tabelle weist Ekström, der noch immer auf seinen ersten Saisonsieg wartet, 14 Punkte Vorsprung auf Markenkollege René Rast (Deutschland) auf. Dieser ging am Sonntag nach einem Ausfall leer aus. Dabei war das Rennen für den Schweden alles andere als ein Spaziergang. In der Schlussphase klagte Ekström über nachlassenden Reifendruck im vorderen linken Rad und büßte viel Zeit ein. Da Nico Müller (Schweiz) den vor ihm fahrenden Audi-Kollegen geschickt aber fair abschirmte, fand Gary Paffett (Großbritannien), der bestplatzierte Mercedes-AMG-Fahrer, keinen Weg am Audi-Duo vorbei. „Ich bin in der letzten Runde fast auf der Felge gefahren“, grinste Ekström im Ziel.

Der große Verlierer des Zandvoort-Wochenendes war neben Marco Wittmann der Mercedes-AMG-Pilot Lucas Auer. Der Österreicher war als Drittplatzierter in der Fahrerwertung von Position elf aus in das Rennen gestartet. Kurz vor Schluss steuerte er mit einem Reifenschaden unplanmäßig seine Box an und büßte dabei viel Zeit ein. Im Ziel wurde er nur auf Rang 15 abgewunken. Bereits im Rennen am Vortag blieb Auer ohne Punkte und verlor in der Fahrerwertung vier Plätze.

Die Tabelle wurde durch den Ausgang des Rennens erneut kräftig durcheinandergewirbelt: Hinter Ekström (128 Punkte) und Rast (114 Punkte) komplettiert Rockenfeller (110 Punkte) das Audi-Trio an der Spitze. Die BMW-Piloten Timo Glock (104 Punkte) und Maxime Martin (102 Punkte) liegen sechs Rennen vor dem Finale in Hockenheim genauso in Schlagdistanz wie Lucas Auer und Jamie Green (beide 99 Punkte).

Timo Glock (BMW)Timo Glock (BMW)

Timo Glock siegt am Samstag

Timo Glock hat am Samstag (19. August) im niederländischen Zandvoort seinen ersten Saisonsieg gefeiert. Auf dem 4,307 Kilometer langen Dünenkurs siegte der 35-Jährige nach 37 Runden souverän vor seinen BMW-Markenkollegen Marco Wittmann (Deutschland) und Maxime Martin (Belgien). Für den ehemaligen Formel-1-Piloten ist es der vierte DTM-Erfolg im 67. Rennen. „Drei BMW vorne – das ist ein Traum“, kommentierte der Deutsche das Rennergebnis. Auf die Plätze vier und fünf fuhren die Audi-Piloten Mike Rockenfeller (Deutschland) und Jamie Green (Großbritannien). Bester Mercedes-AMG-Pilot wurde Brite Paul Di Resta auf Platz sieben. Der neunte Platz reichte René Rast (Deutschland), um den Markenkollegen Mattias Ekström (Schweden) in der DTM-Fahrerwertung von der Spitze zu verdrängen.

Was nach einem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg – Glock war von der Pole-Position in das Rennen gestartet – aussah, war im Cockpit Schwerstarbeit: „Mein linker Vorderreifen war sehr schnell am Limit. Es hat sich komisch angefühlt und ich hatte große Sorge, ob der Reifen über die Distanz hält. Aber am Ende ist alles gut gegangen und ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.“

Halbwegs glücklich sein darf auch René Rast. Der Audi-Pilot sammelte als Neunter zwar nur zwei Punkte – das reichte aber, um sich in der Fahrerwertung mit einem Punkt Vorsprung vor Mattias Ekström zu setzen. Der Schwede, von Platz zehn in das Rennen gestartet, brachte sich selbst um ein gutes Ergebnis, als er nach seinem Boxenstopp mit kalten Reifen ins Kiesbett rutschte und sich in der gleichen Runde zusätzlich einen Dreher leistete. Damit waren keine Punkte mehr möglich. Auch Lucas Auer blieb ohne Zähler. Nach Platz 16 im Qualifying hatte Auer im Rennen eine Kollision mit Nico Müller. Zwar konnte der Österreicher das Rennen fortsetzen, aber mehr als Platz 15 war nicht drin.

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Fotos: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert