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DTM: Ekström feiert in Spielberg seinen ersten Saisonsieg, Markenkollege Rast gewinnt Sonntagsrennen

Mattias EkströmMattias EkströmEinen Schritt in Richtung Titelgewinn hat im DTM-Samstagsrennen (23. September) auf dem Red Bull Ring Audi-Pilot Mattias Ekström gemacht: Der Schwede holte im 15. Rennen der Saison seinen ersten Saisonsieg und baute damit seine Führung in der Fahrerwertung auf 28 Punkte aus. „Wir haben lange genug für den ersten Sieg gekämpft und dreimal war ich als Zweiter nah dran. Bei dem tollen Wetter kann man den Sieg richtig genießen“, sagte Ekström nach dem Rennen. Freude auch bei seinem Arbeitgeber Audi; Die Ingolstädter belegten mit Jamie Green (Großbritannien) auf Position zwei und Nico Müller (Schweiz) auf Rang drei bei der Siegerehrung alle drei Stufen des Podests. Vierter vor traumhafter Kulisse in der Steiermark wurde Mercedes-AMG-Pilot Robert Wickens (Kanada). Platz fünf sicherte sich Titelverteidiger Marco Wittmann aus Deutschland im BMW M4 DTM.

Bis vier Runden vor dem Ende des Rennens sah alles nach einem Sieg von Green aus. Der Brite, von der Pole-Position gestartet, führte das Rennen über weite Strecken an. Erst in Runde 36 konnte Ekström seinen Markenkollegen überholen. „Mattias war ein bisschen schneller als ich“, analysierte der Zweitplatzierte. „Natürlich wollte ich gewinnen. Es hat nicht ganz gereicht, aber ich bin zufrieden.“

Wickens legte den Grundstein für seinen vierten Platz bereits beim Start. Von Platz sieben verbesserte er sich auf vier – und verteidigte die Position bis ins Ziel gegen Wittmann. Bei einer Berührung in der Anfangsphase des Rennens beschädigte sich der Kanadier sein Fahrzeug und hatte zwischenzeitlich Sorge, überhaupt auf einem Punkterang ins Ziel zu kommen. „Das war heute wirklich ein hartes Rennen“, sagte der Mercedes-Pilot. „Nach dem Boxenstopp war der Abstand auf Wittmann etwas größer und ich hatte Luft zum Atmen. Das es am Ende noch zu Platz vier gereicht hat, ist gut.“ Für Marco Wittmann war Platz fünf am Samstag das Maximum. „Ich hatte einen guten Kampf mit Robert und einige Möglichkeiten zu überholen. Am Ende hat es trotzdem nicht geklappt“, sagte er.

In der Fahrerwertung konnte Ekström mit seinem insgesamt 23. DTM-Sieg die Führung ausbauen. Der Schwede liegt mit 162 Punkten auf Platz eins vor Green (134), der in der Meisterschaft jetzt Zweiter ist. Lucas Auer, der bei seinem Heimspiel lediglich Platz 8 belegte ist mit 131 Punkten Dritter vor Wittmann (125) und René Rast (124). Der Audi-Fahrer drehte sich nach einer Kollision, fiel an das Ende des Feldes zurück und blieb am Ende ohne Punkte. Vor dem Rennen war Rast noch Dritter in der Fahrerwertung. Bei noch 84 zu vergebenen Punkten verbleiben rechnerisch immer noch zehn Fahrer im Titelkampf.Rene RastRene Rast

René Rast stark am Sonntag

René Rast (Deutschland) hat das DTM-Sonntagsrennen (24. September) auf dem Red Bull Ring in Spielberg gewonnen. In einer dramatischen Schlussphase überquerte der Mindener nach 39 Runden vor seinen Audi-Markenkollegen Mike Rockenfeller (Deutschland) und Nico Müller (Schweiz) die Ziellinie. Für Rast ist es der dritte Sieg im 19. DTM-Rennen. Bereits am Samstag feierten die Ingolstädter in der Steiermark einen Dreifach-Erfolg. Tragische Figur in einem abwechslungsreichen Rennen war Jamie Green. In Führung liegend fiel der Brite zwei Runden vor Schluss mit Getriebeproblemen bis auf Platz 14 zurück. In der DTM-Fahrerwertung führt vor dem großen Finale in Hockenheim weiterhin Mattias Ekström (Schweden). Der Audi-Pilot wurde hinter Mercedes-AMG-Pilot Gary Paffett (Großbritannien) Fünfter. Als Sechster sah Marco Wittmann (Deutschland) im BMW M4 DTM die Zielflagge.

Green musste eine bittere Pille schlucken: Von der Pole-Position gestartet fuhr der Brite ein souveränes Rennen, führt den 16. Saisonlauf bis Runde 38 an. Mit den 25 Punkten für den Sieg hätte Green in der DTM-Fahrerwertung den Abstand auf Ekström deutlich verkürzt. Doch ein Getriebeproblem an seinem Audi RS 5 DTM verhinderte den Sieg. „Das war wirklich sehr schade. Heute war einfach nicht mein Tag“, sagte er nach dem Rennen. Platz eins erbte Markenkollege Rast, der damit in der Fahrerwertung auf Platz zwei vorrückt. „Wir haben das Rennen kontrolliert, aber das Safetycar hat alles durcheinandergewirbelt. Der Titelkampf ist jetzt offen wie nie, aber da kann noch einiges passieren. In Hockenheim wissen wir mehr“, sagte Rast.

Die Safetycar-Phase war nach einer Kollision zwischen Lucas Auer (Österreich) und Bruno Spengler (Kanada) nötig geworden, als sich der Österreicher nicht schnell genug aus dem Grünstreifen befreien konnte. Nach Platz acht am Samstag blieb der Auer bei seinem Heimspiel diesmal ohne Punkte. Beim Restart in Runde 31 konnte die Spitze ihre Positionen behaupten, großer Verlierer des Indycar-Starts war allerdings Marco Wittmann (Deutschland). Der Fürther fiel von Position vier auf sieben zurück. Am Ende wurde er Sechster. Profiteur war hingegen Paffett. Der Brite war vor dem Restart Siebter und sah als Vierter die Zielflagge.

Die Tabellensituation ist vor den letzten beiden Saisonrennen auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg weiterhin spannend: Bei noch 56 zu vergebenden Punkten haben rechnerisch noch sechs Piloten Chancen auf den Titel, allen voran der Führende Ekström. Der Schwede hat 172 Punkte auf seinem Konto und liegt damit 21 Zähler vor Rast (151). Green (137), Rockenfeller, Wittmann (beide 134) und Auer (131) haben ebenfalls noch Chancen auf die DTM-Krone.

Die Titelentscheidung fällt vom 13. bis 15. Oktober in Hockenheim in den Saisonrennen 17 und 18.

www.dtm.com

Fotos: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert