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18. Feb 2018
07. Woche
5. Jahrgang

Fußballer von Bundesligisten Schalke 04 nehmen die Einladung von Putin nicht an

Bundesligist Schalke 04 aus Gelsenkirchen wollte einer Einladung von Russlands Präsidenten Wladimir Putin folgen und nach Moskau reisen. Doch jetzt hat die Bundeskanzlerin und bekennende Fußball-Fan Angela Merkel ein Machtwort gesprochen und der US-amerikanischen Zeitung The Wall Street Journal The Wall Street Journal zufolge den Kickern verboten die Einladung des Kremlchefs anzunehmen.

Nach der Annexion der Halbinsel Krim durch russische Streitkräfte und der Verschärfung der Lage in der Ost-Ukraine durch pro-russische Kräfte mit einigen Toten ist es nicht die passende Zeit, mit Putin im Kreml Krim-Sekt zu trinken. Dies hätte Schalke 04-Boss Clemens Tönnies noch vor seiner voreilige Zusage erkennen müssen.

"Es geht doch nicht alleine um den Präsidenten Putin. Die Mannschaft würde gerne einmal den Kreml sehen und interessiert sich für Moskau. Und der russische Präsident ist an Schalke interessiert und hat uns eingeladen", sagte Tönnies in einem Interview mit der Zeitung Handelsblatt. Ferner meinte er, dass die Fußballer Sportler sind und keine Weltpolitiker: „Die Politik ist nicht unser Spielfeld.“

Die Einladung war durch die Zusammenarbeit der westfälischen Fußballer mit dem russischen Energieriesen Gazprom zustande gekommen. Das Konzern soll pro Saison etwa 20 Millionen Euro Zuschüsse für den Verein zahlen.

In der deutschen Medien wird zudem spekuliert, ob Zusammenhänge zwischen dem Engagement von Gazprom und den Millionen-Investitionen von Tönnies' Fleischunternehmen in neue Schweine-Mastanlagen in Russland stehen. Dazu sagte der Chef von Sportclub: „Wenn man unterstellt, Gas und Schweine würden gut zusammenpassen, "bekomme ich den Bogen nicht hin"“.

Jetzt ließ Tönnies durch die Presseabteilung des Clubs seine verspätete Einsicht mitzuteilen: „Wir hatten nie und haben auch jetzt nicht eine Verpflichtung, diese Einladung anzunehmen. Es ist wegen die aktuellen politischen Situation nicht passend.“ Laut Expertenaussagen ist das Sponsoring von Schalke 04 durch Gazprom politisch motiviert.

 


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