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Wegen Fußball-Weltmeisterschaft: Russland lässt Straßenhunde töten

Schäferhund mit SpielzeugDie Fußball-Weltmeisterschaft findet im diesem Jahr vom 14. Juni bis zum 15. Juli in Russland statt. Um sich der Welt als „Sauberland“ zu präsentieren, wurde in Moskau beschlossen, in den Austragungsstädten freilaufende Hunde mit Einsatz von Todesschwadronen zu töten. Darüber berichtet die britische Zeitung „Mirror“. „Warnung! Schreckliche Bilder!“ steht dort unter der Überschrift, und das zeigen sie auch: erschossene Hunde, auf Haufen wild zusammengeworfen und im Schnee zurückgelassen.

In Russland stehen nun rund zwei Millionen heimatlose Hunde auf der Tötungsliste. Streunende Tiere sollen laut Informationen der Tierschützer dabei regelrecht abgeschlachtet werden.

Der deutsche Tierschutzbund hat Kontakt mit den russischen Behörden und dem Weltfußballverband FIFA aufgenommen und empfiehlt eine humane Methode gegen frei laufende Vierbeiner zu benutzen: Tiere einfangen, kastrieren und dann wieder freilassen. Die deutsche Botschaft in Moskau unterstützt das vorgeschlagene Konzept der Tierschützer. Russlands Sportminister Pawel Kolobkow sei unterrichtet worden mit der Bitte, die Massentötung der Hunde zu stoppen. Wie es jetzt weiter geht, ist unklar.

Wie die britische Zeitung „Telegraph“ berichtet, haben mehr als 90.000 Personen eine Petition gegen die Tötung der Tiere unterschrieben, in der Russlands Präsident Wladimir Putin, der Cheftrainer der russischen Nationalmannschaft Stanislaw Tscherchesow und FIFA-Präsident Gianni Infantiono gebeten werden, das Tötungsverbot zu unterstützen. Am 18. Juni wird England sein erstes Spiel in Wolgograd gegen Tunesien bestreiten.

Schon 2012 haben die damaligen Organisatoren, die Ukraine und Polen, heimatlose Hunde töten lassen. (asie/tmich)

Symbolbild: © Baltikum-Blatt / AWSiebert

 



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