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Russland: Moskau erklärt den angeblichen westlichen „Fake-News“ den Krieg

Maria Sacharowa auf der Pressekonferenz am 15. Februar in MoskauMaria Sacharowa auf der Pressekonferenz am 15. Februar in MoskauBis jetzt hatte Russland auf angebliche Falschmeldungen über seine staatlichen Medien oder Nachrichtenagenturen reagiert. Unter anderem haben Russia Today (RT) und Sputnik die westlichen mutmaßlichen Fake-News „richtiggestellt“ sprich aus Sicht des Kremls präsentiert.

Nun will Moskau Meldungen, die aus russischer Perspektive falsche Informationen beinhalten, auf der Webseite des Außenministeriums (Ministerstvo inostrannyh del) demaskieren. Die Behörde hat dazu eine „Fake-News“-Rubrik eingerichtet, die von russischen Außenamt vorgestellt wurde. „Demnächst wird auf der offiziellen Website des russischen Außenministeriums ein neues Projekt gestartet, wobei wir »Fake-News« der führenden ausländischen Medien, Aussagen ausländischer Offizieller usw. veröffentlichen werden. Wir werden sie enthüllen, Informationsquellen veröffentlichen und zeigen, dass Russlands Reaktion auf die jeweilige Frage bereits veröffentlicht wurde. Wir werden daran arbeiten,“ sagte Pressesprecherin Maria Sacharowa am 15. Februar in Moskau. Eine kleine Auswahl der aus russischem Blickwinkel falschen Nachrichten findet sich schon im Netz, unter anderem über den französischen Präsidentschaftskandidaten Emmanuel Macron. Die Meldung ist mit großem rotem Fake-Stempel und dem Text „Dieser Artikel verbreitet Informationen, die nicht der Realität entsprechen“ umrahmt.

Sacharowa bemerkte noch, dass, wenn die Medien die Richtigkeit der Informationen belegen können, dies berücksichtigt werde. Dabei sollte sie doch wissen, dass die westlichen Journalisten verpflichtet sind, ihre Quellen zu schützen. (asie/tmich)

Foto: © Außenministerium Russlands