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Küsse gegen Homophobie im Osten Europas

Russland hat mit dem im Juni dieses Jahres landesweit verabschiedeten Gesetz gegen „Homo-Propaganda“ den Startschuss für eine neue Welle der Ausgrenzung von Gleichgeschlechtlichen gegeben.

Die gerade im größten Flächenland des europäischen Kontinents zu Ende gegangene Leichtathletik-Weltmeisterschaft wurde zum symbolischen Schmelztiegel rund um die Stigmatisierung aufgrund der sexuellen Orientierung und der Vielfalt von Geschlecht. Das viel beachtete Sportereignis zeigte erstmals öffentlich die böse Fratze der Verbannung homosexueller Symbole, wie der Regenbogenflagge und deren bunte Farbenpracht. Mit großem Bangen blickt nicht nur die Gemeinschaft der sexuellen Minderheiten nun in Richtung der Olympischen Winterspiele im russischen Sotschi im Frühjahr 2014.

„Russland ist aber nur die Speerspitze einer neuen Welle der Homophobie und das prominenteste Beispiel für einen regelrechten Flächenbrand der Ausgrenzung von Lesben und Schwulen in Osteuropa“, blickt Christoph Michl, Vorstand und Gesamtleiter des Stuttgarter Christopher Street Day (CSD) Festivals, besorgt auf die Lage in vielen anderen osteuropäischen Ländern. „In Moldawien wurde erst im Juli ein ähnliches Bestimmung verabschiedet. Weitere Staaten bereiten solche Diktate vor – beispielsweise Kasachstan“.

Infostand und Kiss-Inn auf der Königstraße
Weltweites Kiss-Inn am 8. September: Auch in Stuttgart wird es am diesem Tag eine Veranstaltung im Rahmen dieser Bewegung geben. Von 11 bis 18 Uhr wird auf der Königstraße (Höhe Gebäude 14/15) an einem Informationsstand über die Lage von sexuellen Minderheit in Osteuropa aufgeklärt.

Am Sonntag, den 8. September ist für 15 Uhr ein weltweites Kiss-Inn geplant, um ein weithin sichtbares Signal gegen Homophobie sowie für die Solidarität mit den verfolgten Brüdern und Schwestern in Russland zu setzen. Der Titel der Aktion lautet „To Russia with Love“. In mittlerweile mehr als 45 Städten über den ganzen Globus verteilt, werden am 8. September solche Küss-Zusammenkünfte organisiert.

„Wir wollen dabei aber den Fokus nicht nur auf Russland richten, sondern auch die besorgniserregende Situation in anderen osteuropäischen Ländern aufgreifen“, so Pfarrer Dr. Axel Schwaigert von Salz der Erde – MCC Gemeinde Stuttgart. Beispielsweise haben Interessierte die Möglichkeit, eine Petition gegen das gerade erst verabschiedete Gesetz „gegen Homo-Propaganda“ in Moldawien zu unterzeichnen.

Um 15 Uhr sind dann auch die Stuttgarterinnen und Stuttgarter aufgerufen, die Lippen gegen Homophobie und für Solidarität zu spitzen. „Wir hoffen, dass möglichst viele Menschen unserem Ruf folgen und rund um den Infostand auf der Königstraße unzählige küssende Pärchen für größtmögliche Aufmerksamkeit sorgen“, fasst Christoph Michl vom CSD Stuttgart die Hoffnung zusammen.

Termin: Sonntag, 8. September 2013
Zeit: Infostand von 11 bis 18 Uhr
Kiss-Inn: 15:00 Uhr
Ort: Königstraße, vor Gebäude 14/15

Veranstalter: IG CSD Stuttgart e.V., www.csd-stuttgart.de
Salz der Erde – MCC Gemeinde Stuttgart, www.ufmcc.de

Info:
LSBTTIQ  fasst als Abkürzung die verschiedenen Minderheiten der sexuellen Orientierung und der Vielfalt von Geschlecht zusammen: Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle, Transgender, Intersexuelle und Queer.

Homophobie (von griech. ὁμός homós: gleich; φόβος phóbos: Angst, Phobie) bezeichnet hauptsächlich eine soziale, gegen Lesben und Schwule gerichtete Aversion beziehungsweise Feindseligkeit oder „die irrationale, weil sachlich durch nichts zu begründende Angst vor homosexuellen Menschen und ihren Lebensweisen“.

Quelle: Wikipedia

Informationsquelle: IG CSD Stuttgart e.V



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