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Andrei Zarenkow wegen Korruptionsverdacht festgenommen

Handschellen - SymbolbildHandschellen - SymbolbildDie Kriminalpolizei in Estland hat wegen Korruptionsverdachts den Chef des Volkshauses (Kulturhauses) in Maardu, Andrei Zarenkow (54), festgenommen. Zarenkow wird verdächtigt Schmiergelder angenommen zu haben. Ein weitere Person ist verhaftet worden, ihm wird vorgeworfen Bestechungsgeld bezahlt zu haben, so die Behörde. Es soll sich um 1000 Euro handeln.

Dem Estnischen Rundfunk zufolge haben die Ermittler auch die Arbeitsräume und Wohnungen von Zarekow durchsucht.

Andrei Zarenkow führte nach der Wiedererlangung der Souveränität die estnische Konstitutionspartei. Er ist Mitglied des Koordinationsrates der russischen Landsleute in Estland. Er steht schon lange in Beobachtung des Verfassungsschutzes.

Info:
Maardu ist eine Stadt rund 15 km nordöstlich von Hauptstadt Tallinn. Die erste Stufe in der Entwicklung der Stadt begann mit der Gründung einer chemischen Fabrik im Jahr 1949. Die zweite Stufe wurde durch den Bau des Kraftwerks Ende der 1970er Jahre eingeleitet. Heute ist Maardu mit knapp 17.000 Einwohnern, von denen ein Großteil Russen sind, die siebtgrößte Stadt Estlands.

Symbolfoto: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert