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Olga Kistler-Ritso verstorben

Olga Kistler-Ritso, Gründerin des Okkupationsmuseums in TallinnOlga Kistler-Ritso, Gründerin des Okkupationsmuseums in TallinnIn den Vereinigten Staaten ist die Gründerin des Okkupationsmuseums in Tallinn, Olga Kistler-Ritso im Alter von 93 Jahren verstorben.

Olga Kistler-Ritso wurde am 26. Juni 1920 in den Ukraine geboren. Sie ging in Tallinn in die Schule und beendete 1944 das medizinisches Fakultät der Universität Tartu. Nachfolgend ist sie nach Deutschland geflüchtet und arbeitete dort in der Flüchtlingslager als Augen- und Kinderärztin. Fünf Jahre später emigrierte die junge Medizinerin in die USA und öffnete dort eine eigene Augenchirurgiepraxis. Sie wurde zu einem geschätzten Expertin ihres Faches.

Nach ihren Flucht besuchte Kistler-Ritso 1976 zum ersten Mal wieder ihre Heimat und ihre Verwandten. Als Estland wieder neu die Souveränität erlangte, wollte die Familie Kistler etwas für das Land tun. 1998 wurde sowohl in der USA als auch in Estland die Kistler-Ritso Stiftung ins Lebens gerufen, deren Aufgabe es war, die jüngste Vergangenheit Estlands zu erforschen. Schon damals kam auch Idee für die Gründung eines Museums auf. Das Okkupationsmuseum wurde dann im Juli 2003 eröffnet. Für die Ausstellung wurde am Rande des Dombergs in Zentrum von Tallinn ein spezielles Haus angerichtet; das Bau wurde nur mit privaten Spenden finanziert.

Olga Kistler-Ritso lebte mit ihrem Gatten in Redmond, Bundesstaat Washington. Ihre Stiftung wird jetzt von ihrer Tochter Sylvia Thompson weiter geführt. Die Stiftung unterstützt noch das Programm der baltischen Studien an der Bibliothek der Universität Standford. In der Bücherei wird das Material über das Baltikum gesammelt und Zusammenarbeit mit der Okkupationsmuseum in Tallinn koordiniert.

Zur Zeit ist in der Museum eine Ausstellung über seine Gründerin zu sehen „Olga Kistler-Ritso, die Frau der Estland ein Museum schenkte.“

www.okupatsioon.ee

Foto: © Okkupationsmuseum Tallinn



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