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17. Feb 2018
07. Woche
5. Jahrgang

Vernissage in Berlin mit Überraschung

v.l. Kulturattchée Harry Liivrand, Sängerin Ingrid Lukas und Künstler Arvo Wichmann | Foto: © Anett Atrisv.l. Kulturattchée Harry Liivrand, Sängerin Ingrid Lukas und Künstler Arvo Wichmann
Foto: © Anett Atris
Von Ülo Salm, Berlin

Die Botschaft Estlands gehört sicherlich zu den kulturell aktivsten in Berlin – nicht zuletzt dank ihres umtriebigen Kulturattchées Harry Liivrand. Zum Auftakt der Herbstsaison eröffnete die Botschaft am 30. Oktober in ihren Räumen in der Hildebrandstraße die Ausstellung „Jazz-Bilder“ des 1967 in Tallinn geborenen Malers und Fotografen Arvo Wichmann.

Wichmann ist Autodidakt. Eine herkömmliche Kunstausbildung hat er nicht genossen. Sein Talent hat sich aber schon in seiner Kindheit offenbart und zu einer besonderen Förderung in der Kinderkunstschule in Tallinn geführt. Wie in den Ländern Osteuropas bis zu den politischen Umbrüchen üblich durchlief Wichmann die Oberschule bis zum Abitur unter gleichzeitiger Berufsausbildung. Er wurde Tischler und arbeitete als solcher ab 1987. Im Jahre 1989 ergab sich die Möglichkeit, nach Deutschland überzusiedeln. Seitdem lebt er in Berlin. Elf Jahre lang arbeitete er hier in seinem erlernten handwerklichen Beruf. Seit Anbeginn hatte es ihn jedoch zur Kunst hingezogen, bis er sich schließlich ab dem Jahr 2000 ganz und gar der Fotografie und Malerei zuwandte. Als Jazz-Liebhaber gab es für ihn nur eines: Die Jazzmusik in Bildern einzufangen. Darin hat er es zu wahrer Meisterschaft gebracht. Er hat viele große Jazzfestivals besucht und dabei zahllose Berühmtheiten dieser Szene abgelichtet – von Miles Davis über Randy Crawford bis zu Abdullah Ibrahim, die vielen anderen nicht zu nennen.

Basis der hyperrealistischen Bilder Wichmanns sind überwiegend seine Porträtfotos. Er modifiziert sie mit Bleistiftskizzierungen, Farben und Lichteffekten und lässt auf diese Weise den Betrachter in die Emotionen des Musikers eintauchen. Ein von Wichmann geschaffenes Porträt: Fast ein Muss für jeden Jazz-Liebhaber. Dies umso mehr, als alle Bilder eine Signatur des Porträtierten enthalten.

Wichmann ist Mitglied des Brandenburgischen Verbandes bildender Künstlerinnen und Künstler.

Sängerin Ingrid Lukas Foto: © Arvo WichmannSängerin Ingrid Lukas
Foto: © Arvo Wichmann
Wo bleibt die eingangs genannte Überraschung? Harry Liivrand hatte – ohne es anzukündigen - zur Ausstellungseröffnung die wunderbare und ganz reizende estnische Sängerin Ingrid Lukas aus Zürich nach Berlin geholt. Noch vor der eigentlichen Eröffnung der Ausstellung gab sie einige ihrer Lieder zum Besten – vom Jazz bis zur estnischen Folklore, wobei sie sich selbst am Flügel begleitete. Die zahlreich erschienenen Besucher belohnten sie mit nicht enden wollendem Beifall.

Die Ausstellung „Jazz in Berlin“ ist in der Botschaft der Republik Estland während der Öffnungszeiten der Vertretung in der Hildebrandstraße 5, 10785 Berlin (Tiergarten Süd) noch bis zum 5. Januar kommenden Jahres zu besichtigen.

www.estemb.de
http://www.arvowichmann.de/
http://www.photojazz.de/


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