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Estland: Vierter Toter geborgen

Rettungstrupp mit Luftkissenfahrzeug Ein Kleinbus war am 6. Februar während einer Fahrt auf der zugefrorenen Ostsee ins Eis eingebrochen. Die Tragödie ereignete sich direkt vor der Küste beim Hafen Munalaid (Gemeinde Tõstamaa). Das Eis war an der Unglücksstelle nur acht Zentimeter dick, das Wasser etwa drei Meter tief, Das Baltikum-Blatt berichtete.

Zwei Menschen, eine 51-jährige Frau und ein 41-jähriger Mann konnten mit einem Luftkissen-Rettungsboot aus dem eiskalten Wasser gerettet werden, drei weitere Insassen waren tot aus der See geborgen worden, eine Person blieb vermisst. In der Nähe der Einbruchsstelle fahren regelmäßig Fähren vorbei, dabei entstehen Strömungen und Wellen. So konnte die damals nicht gefundene Person weit weg von der Unglücksort abgetrieben worden sein. Wie Taucher Norman Talson erzählte, die Sicht war auf dem Meeresgrund außerordentlich schlecht und Wasser eiskalt.

Dementsprechend wurde offizielle Suche nach dem Vermissten beendet. Doch die Freiwilligen gaben nicht auf und konnten am Donnerstag (15. Februar) unweit des Dorfs Lao (Landkreis Pärnu) die sterblichen Überreste eines 60-jährigen Mannes bergen. Die Obduktion soll jetzt die Todesursache ermitteln. Der vermisst gebliebene Mann soll im hinteren Teil des Kleinbusses, neben der Geretteten, gesessen haben.

Die freiwillige Sucher der Privatfirma OPEROG übten Kritik darüber, dass die staatliche Behörden die Suche nach dem Vermissten beendet hatten. Wie Aare Rüütel der Zeitung „Pärnu Postimees“ sagte, ist es in solchen Unglücksfällen die Aufgabe des Staates, nicht der Freiwilligen, den Angehörigen zu helfen. OPEROG war von der Familien beauftragt worden. (asie)

Foto: Polizei



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