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Estlands Ministerpräsident besucht Papst Franziskus

Papst Franzikus und Ministerpräsident RatasDer estnische Ministerpräsident Jüri Ratas (39, linksorientierte Zentrumspartei) hat während seiner Audienz bei Papst Franziskus am 10. Februar das Oberhaupt der katholischen Kirche erneut nach Estland eingeladen. Sollte der Heilige Vater zustimmen, wäre es der zweite Papstbesuch im Baltikum. Als einziger Kirchenfürst besuchte bis Dato der polnische Papst Johannes Paul II. im September 1993 die drei baltischen Staaten Litauen, Lettland und Estland.

Nach der Begegnung teilte Ratas via Twitter mit, er habe sich mit dem Nachfolger Petri über friedliche Lösungen für die Konflikte auf der Welt ausgetauscht. Zudem habe er bestätigt, dass sich "die Menschen in Estland auf den Besuch des Heiligen Vaters sehr freuen würden".

Die Staatspräsidenten und die katholischen Bischöfe von Litauen, Lettland und Estland haben Franziskus aus Anlass der 100-jährigen Unabhängigkeit der baltischen Staaten von Russland eingeladen. Der Termin könnte Berichten zufolge der 16. bis 18. September sein, Das Baltikum-Blatt berichtete.

Im Februar vor hundert Jahren hatten Litauen und Estland ihre staatliche Souveränität erklärt. Lettland rief seine Unabhängigkeit im November 1918 aus.

Der Vatikan kommentierte den halbstündigen Besuch mit Ratas nicht. Auch steht es für eine beabsichtigte Reise von Papst Franziskus in das Baltikum eine offizielle Bestätigung aus. Nach dem Gespräch mit Franziskus traf Ratas noch Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin sowie den Untersekretär des vatikanischen Außenministeriums, Antoine Camilleri.

Ratas wurde bei der Audienz von seiner Frau Karin begleitet. Der Ministerpräsident schenkte Franziskus zwei Kupferbecher aus estnischem Brauchtum. Von dem Kirchenoberhaupt bekam Ratas eine Medaille mit einem Friedensengel, seine Schreiben "Evangelii Gaudium", "Amoris Laetitia" und "Laudato si" sowie seine Botschaft zum diesjährigen Weltfriedenstag.

Am Nachmittag traf Ratas noch mit seinem italienischen Amtskollegen Paolo Gentiloni zusammen. (asie)

Foto: Jüri Ratas auf Twitter



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