Google+

Europas bestes Projekt zur Kriminalprävention kommt aus Estland

Der Hauptpreis von 10.000 Euro des Europäischen Preises für Kriminalprävention ging an ein Studienprojekt zur Cyberverteidigung des koedukativen Gymnasiums aus PõltsamaaDer Hauptpreis von 10.000 Euro des Europäischen Preises für Kriminalprävention ging an ein Studienprojekt zur Cyberverteidigung des koedukativen Gymnasiums aus PõltsamaaDer Hauptpreis von 10.000 Euro des Europäischen Preises für Kriminalprävention ging an ein Studienprojekt zur Cyberverteidigung des koedukativen Gymnasiums aus Põltsamaam 14. Dezember zeichnete das Europäisches Netz für Kriminalprävention das beste Projekt Europas zur Kriminalprävention aus. Der diesjährige Wettbewerb drehte sich um das Thema Cybersicherheit und markierte das zwanzigste Jahr der Preisverleihung. Von 18 teilnehmenden Ländern ging der Hauptpreis an Estland, das durch ein Studienprojekt zur Cyberverteidigung des koedukativen Gymnasiums in Põltsamaa (nordwestlich von Tartu in der Provinz Jõgevamaa) vertreten war.

Estlands Justizminister Urmas Reinsalu betonte, dass der Kampf für Cybersicherheit unerbittlich sein müsse. „Es ist unvermeidlich, dass die Digitalisierung die Gesellschaft empfindlicher für Cyberbedrohungen macht. Deshalb müssen wir uns daran erinnern, dass Cyberkriminelle, Einzelpersonen oder Gruppen, keine freien Tage nehmen und genau wie die Endgeräte in unseren Taschen mit jedem Tag intelligenter werden. Wir müssen darauf vorbereitet sein und dazu beitragen, die digitale Kompetenz der Menschen zu verbessern und das Bewusstsein zu schärfen, genauso wie all die Projekte, die für diesen Preis eingereicht wurden, es gemacht haben“, so Reinsalu.

Estnische Innenminister Andres Anvelt erklärte, dass man neben dem Kampf gegen Cyberkriminalität auch zwischenmenschliche Beziehungen nicht aus den Augen verlieren dürfte; diese sind oft der Startpunkt für Gewalt in der Cyberwelt. „In den kommenden Jahren hoffe ich auf Projekte zur Gewaltprävention in intimen Beziehungen. Die Aktivitäten in der Cyberwelt können zu Cybermobbing und Radikalisierung führen; diese werden jedoch oft durch Handlungen der Menschen in der realen Welt verursacht. Gewalt in der Partnerschaft ist in ganz Europa ein ernstes Problem und führt tendenziell zu mehr Gewalt“, so der Innenminister.

Der Hauptpreis von 10.000 Euro des Europäischen Preises für Kriminalprävention ging an ein Studienprojekt zur Cyberverteidigung des koedukativen Gymnasiums in Põltsamaa. Sie war die erste allgemeinbildende Schule, die Cyberverteidigung seit zwei Jahren als Unterrichtsfach angeboten hatte. Das Programm besteht aus vier Cyberverteidigungskursen: Informationsgesellschaft, Grundlagen der Informationstechnologie und sichere Netzwerke, Digitale Sicherheit und Kryptographie und Einführung in die Mechatronik.

Ein Preis in Höhe von 5000 Euro ging an das dänische Projekt „Digitale Selbstverteidigung der Dänen“ und an das belgische Projekt „Cybersimple“. Der Dänische Kriminalpräventionsrat, die Stiftung „TrygFonden“ und der Verbraucherrat des skandinavischen Landes haben die Anwendung „My Digital Self-Defence“ entwickelt, die Lösungen für sicheres Verhalten im Netz bietet. Sie basiert auf den täglichen Erfahrungen der Projektpartner und Konsumenten mit digitalen Endgeräten. Zudem enthält sie auch Leitlinien, an wen man sich wenden kann, wenn ein Schaden entstanden ist, und wie man Betrug erkennen kann.

„Cybersimple“ ist eine Kampagne, die Verbraucher in Belgien aufklärt und befähigt, sich selbst zu schützen und sich im Internet sicherer zu verhalten. Um dies zu erreichen, haben Google und Test Achats gemeinsam eine pädagogische Onlineplattform cybersimple.be eingerichtet, auf der mehr als 90 Tipps und Tricks zur Websicherheit mit den Verbrauchern geteilt werden.

Unter den ausgezeichneten Projekten waren insgesamt 18 Länder vertreten. Die Jury bestand aus Vertretern von vier Ländern – Malta, Estland, Bulgarien und Österreich. Ein Kriterium für das Auswahlverfahren war, dass die Vertreter nicht an der Bewertung von Projekten aus ihrem eigenen Land teilnehmen konnten.

Der Vorstand des Europäischen Netzes für Kriminalprävention wird im Rahmen des estnischen EU-Ratsvorsitzes vom estnischen Justizministerium und vom estnischen Innenministerium geleitet.

Quelle: PM

Foto: © Justizministerium Estlands