Google+
Werbung
- Neueste Nachrichten aus den baltischen Staaten und Deutschland -
www.baltikum-blatt.eu
17. Feb 2018
07. Woche
5. Jahrgang

Drei Kommunen in Deutschland planen gemeinsam einen umweltfreundlichen Verkehr

Beitragsseiten

Digitalisierung, Carsharing, Mietfahrräder, E-Mobilität mit Ladeinfrastruktur

Mannheim setzt auf E-Mobilität. Es bedeutet sukzessive Umrüstung des kommunalen Fuhrparkes auf Fahrzeuge ohne Verbrennungsmotor beziehungsweise Hybrid-Fahrzeuge. Schrittweise wird auch hier ein Ausbau der Ladeinfrastruktur erfolgen. Die Quadratenstadt plant zudem Lücken zwischen Radwegen zu schließen und sich dem Ausbau der Radschnellwege zwischen den Metropolen und dem ländlichen Raum zu widmen. Auch hier wird ein großer Wert auf die Digitalisierung des Parkleitsystemes gelegt. Lieferdienste, Taxen, Kuriere, Paket- und Briefzusteller sollen in Zukunft mit Elektrofahrzeugen beziehungsweise nachhaltigen Verkehrsmitteln fahren.

Ludwigshafen will ebenfalls intelligente Verkehrssysteme einführen. Durch die Aufrüstung des Verkehrsrechners und Erfassungssensorik werden umweltrelevante Daten sowie Informationen zur aktuellen Verkehrslage und Meteorologie in Echtzeit erfasst und ausgewertet. Durch eine optimierte Gestaltung des Verkehrsablaufes – ein sogenanntes umweltsensitives Verkehrsmanagement – wird eine deutliche Reduzierung der Luftschadstoffe erreicht.

Die Stadt Heidelberg will vor allem ihre Verkehrslenkung digitalisieren und Parkplätze mit Sensorik ausstatten. So soll der Parkplatzsuchverkehr reduziert werden. Geplant ist zudem, öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) mit Hilfe von Software- beziehungsweise Datenplattform-basierten Angeboten besser zu vernetzen. Künftig wird es an allen größeren Haltestellen der romantischen Neckar-Stadt Carsharing-Stellplätze und Mietfahrräder geben, auch die Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge wird ausgebaut. Mit dem „Masterplan 100 Prozent Klimaschutz“ geht die bekannte Universitätsmetropole noch einen Schritt weiter: Die Stadt will bis zum Jahr 2050 die CO2-Emissionen um 95 Prozent und den Energiebedarf der Kommune um die Hälfte senken.

Alternative Antriebe

Die Stadt Heidelberg möchte zügig die bisherigen 37 Busse der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) gegen wasserstoffbetriebene Busse austauschen und eine entsprechende Tankstelle einrichten. Bereits im Frühjahr 2019 soll eine neue Linie zu Altstadterschließung mit voraussichtlich zwei batteriebetriebenen Bussen in Betrieb gehen. Nach und nach sollen die von der Stadt Heidelberg genutzten Autos und Sonderfahrzeuge durch batterie- oder wasserstoffbetriebene Fahrzeuge ausgetauscht werden.

Martin in der Beek, Technischer Geschäftsführer der rnv betonte: „Als gemeinsames Verkehrsunternehmen von Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen freuen wir uns sehr, dass die Städte beim Thema nachhaltige Mobilität an einem Strang ziehen. Klimaneutrale und emissionsarme Verkehrsmittel sind für die rnv schon heute Realität: seit 2014 werden alle Straßen- und Stadtbahnen in der Metropolregion mit zertifiziertem Ökostrom versorgt. Die Busflotte umfasst zwei Elektrofahrzeuge im Testbetrieb.“

Er führte weiter aus, dass batteriebetriebene Busse um 50 – 100 Prozent höhere Anschaffungskosten bedingen und der Batterieantrieb bei schweren Fahrzeugen wie Lkw's und Spezialfahrzeugen und auf Bergstrecken auf Grund des hohen Energiebedarfs und der daraus folgenden hohen Batteriegewichte problematisch ist. Die Entwicklungen von alternativen Antrieben (z.B. Wasserstoff) ist jedoch noch nicht abgeschlossen so dass derzeit nicht einseitig auf eine einzige Antriebsart (Batterie, Wasserstoff, alternative Kraftstoffe) gesetzt werden kann. (asie/tmich)

Foto: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

Beitragsseiten

Werbung
tolino portofrei bestellen
Werbung
www.klingel.de