Google+
Werbung

Litauen: Nationalisten und Neonazis marschieren in Vilnius

Fackelzug litauischer Nationalisten in VilniusFackelzug litauischer Nationalisten in VilniusHunderte litauische Nationalisten und Neonazis haben samt ihren Anhänger aus anderen europäischen Staaten am Freitag (16. Februar) in Vilnius zum 100. Jahrestag der Unabhängigkeit Litauens eine Fackelprozession veranstaltet. Die Stadtverwaltung der litauischen Hauptstadt hatte die Veranstaltung nicht genehmigt. Angeblich hatte die katholische Kirche danach geholfen den Fackelmarsch zu organisieren. Wie die Jugendorganisation der rechtspopulistischen Konservativen Volkspartei Estlands, kurz EKRE, Blaues Erwachen (Sinine Äratus) bekannt gab, konnte die Veranstaltung unter der schützenden Hand der Geistlichen statt finden.Wie die Jugendorganisation von EKRE weiterhin bekannt gab, nahmen an der Fackelprozession nicht nur Mitglieder des Blauen Erwachens, sondern auch Parteimitglieder teil. Namentlich wurde in der Pressemitteilung allerdings niemand aufgeführt.

Der Vorsitzende der Jungpopulisten ist Ruuben Kaalep. Er hat in Vilnius dem Portal defendinghistory.com zufolge eine englischsprachige Rede mit nazistischen Inhalten gehalten. Kaalep soll demnach „tausendjährige ethnische Sauberkeit für die baltischen Staaten “ verlangt und gerufen haben: „Lietuva lietuviams!” (Litauen den Litauern). Nach der Eigenaussage von Kaalep wusste er nicht, dass hier um einen in Litauen verbotenen Satz handelt.

Obwohl sich Kaalep gegen die Behauptung wehrt, dass auch Neonazis an der Fackelzug teilgenommen haben, wehrte, zeigen die zwei großen Banner – eines der Fotos wurde von Kaalep selber unserer Redaktion zugespielt – sechs Kollaborateure des Nazi-Regimes. Fünf dieser Personen sind mit dem Terror gegen die jüdische Bevölkerung in Litauen verbunden.

Im übrigen haben die Europäischen Jungen Konservativen (EYC) die Jugendorganisation Blaues Erwachen im vergangenen Juni aus ihren Reihen ausgeschlossen. Die Gruppe war für sie einfach zu rassistisch.

Foto, gesendet von Ruuben Kaalep, der Autor ist der Redaktion unbekannt



Werbung
Werbung