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Steinmeier besucht Lettland und Litauen

Bundespräsident Steinmeier mit litauischer Staatspräsidentin Grybauskaitė und Bundeswehr soldaten Bundespräsident Steinmeier mit litauischer Staatspräsidentin Grybauskaitė und Bundeswehr soldaten Frank-Walter Steinmeier und seine Ehefrau Elke Büdenbender sind am 23. und 24. August zu einem offiziellen Besuch in die Republik Lettland gereist.

In Riga führte der Bundespräsident Gespräche mit seinem Amtskollegen Raimonds Vējonis und dem Ministerpräsidenten Māris Kučinskis und besichtigte das Okkupationsmuseum.

Nach dem offiziellen Tagesprogramm haben Vējonis und seine Ehefrau Iveta Vējone die deutschen Staatsgäste zum Abendessen in die Kleine Gilde eingeladen und hielt dort eine Rede gehalten.

Am zweiten Tag seiner Lettlandreise besuchte Steinmeier gemeinsam mit seiner Gattin das Nationale Kunstmuseum und diskutierte mit jungen Menschen über den Umgang mit den Sozialen Medien.

Zuvor war das Bundespräsidentenpaar bereits im nördlichen Nachbarland Estland zu Gast gewesen - Das Baltikumblatt berichtete. Im Anschluss an den Staatsbesuch in Lettland reisten sie nach Litauen weiter.

In Vilnius kam der Bundespräsident am 24. August zu einem Gespräch mit Staatspräsidentin Dalia Grybauskaitė zusammen. Nach der gemeinsamen Pressekonferenz fand an der Nationalen Gedenkstätte für die Opfer des Kampfes für die Unabhängigkeit auf dem Friedhof Antakalnis eine Kranzniederlegung statt. Zu Ehren der deutschen Staatsgäste hat die litauische Staatspräsidentin im Präsidentenpalast ein festliches Abendessen gegeben. Die Rede des Bundespräsidenten können Sie hier lesen.

Am 25. August traf Steinmeier im Kempinski Hotel Cathedral Square den Ministerpräsidenten Saulius Skvernelis und besuchte die Holocaust-Gedenkstätte in Paneriai. Auch hier fand eine Kranzniederlegung statt. Abschließend besuchte der Bundespräsident gemeinsam mit seiner Ehefrau und seiner litauischen Amtskollegin die unter deutscher Führung stehende „NATO Enhanced Forward Presence“ in Rukla. Dort fand ein Briefing durch den Kommandeur und eine Begegnung mit deutschen Soldaten statt. Rund 450 Bundeswehr-Soldaten sorgen in Litauen für die Stärkung der Ostflanke der westlichen Verteidigungsallianz an der Grenze zu Russland. Insgesamt sind in den drei baltischen Staaten und Polen rund 1000 NATO-Soldaten stationiert. Sie stehen unter Führung der Bundeswehr.

Grybauskaitè dankte für das militärische Einsatzbereitschaft der Bundeswehr. „Die Verantwortung, die Deutschland übernommen hat, ist symbolisch, sie ist echt, und sie zeigt, dass die NATO bereit ist, ihr Hauptziel zu erfüllen.“

Zuvor hatte Steinmeier an die deutschen Verbrechen während des Zweiten Weltkrieges erinnert. Paneriai sei „für uns Deutsche ein Ort der Scham, aber auch der mahnenden Erinnerung“, sagte er an der Holocaust-Gedenkstätte. Er ist das erste deutsche Staatsoberhaupt, das das Mahnmal für die Ermordeten besuchte. Hier waren zwischen 1941 und 1944 über hunderttausend Menschen, ein Großteil von ihnen jüdischer Abstammung, von den Nationalsozialisten und ihren litauischen Kollaborateuren in Erdgruben erschossen und danach verbrannt worden. (asie/tmich)

Foto: Screenshot www.president.lt