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Lettland: Militärtechnik in Riga angekommen

Natoflagge und lettische FlaggeIm Hafen der lettischen Hauptstadt Riga ist am 11. Juni Militärtechnik der spanischen Streitkräfte angekommen. Angeliefert wurden unter anderem Panzer „Leopard“ und Schützenpanzer „Pizarro“ sowie Transporter für die technische Unterstützung. Die Ausrüstung ist für die in dem baltischen Land stationierte NATO-Kompanie bestimmt, meldet das Portal Delfi unter Berufung auf die lettische Nachrichtenagentur LETA.

Die Ausrüstung wird von Riga aus auf eine Militärbasis in Ādaži (etwa 25 Kilometer nördlich) gebracht. Dort werden über 300 spanische Soldaten stationiert sein. Sie sind ein Teil der internationalen Truppe der westlichen Verteidigungsallianz, die bereits am 9. Juni in Lettland angekommen ist.

In Lettland sind zudem am 10. Juni über 100 Soldaten aus Kanada eingetroffen. Sie werden das von dem nordamerikanischen Staat geführte NATO-Bataillon für die sogenannte Ostflankenverteidigung stärken. Die Kanadier werden ebenso in Ādaži stationiert sein. Unterstützt werden die kanadischen Truppen von Soldaten aus Albanien, Italien, Spanien, Polen und Slowenien. Außerdem werden in dem mittleren baltischen Land noch Panzer und gepanzerte Fahrzeuge aus Italien, Polen und Spanien stationiert.

Die Alliierten hatten bei ihrem Gipfel im Juli 2016 beschlossen, jeweils rund eintausend Soldaten zur Abschreckung Russlands in den drei baltischen Staaten sowie Polen zu stationieren. Die früheren Sowjetrepubliken fürchten, dass nach der Annektion der Schwarzmeer-Halbinsel Krim durch Russland und angesichts der von Russland unterstützten Militäraktionen in der Ostukraine Moskau beschließen könnte, auch Tallinn, Riga und Vilnius mit Hilfe der sogenannten „grünen Männchen“ zu okkupieren. (asie/tmich)

Symbolfoto: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert