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Oligarchen okkupieren Lettland für Musikfest

JūrmalaMusikfestival JūrmalaIn der vergangenen Woche hat sich die lettische Kurstadt Jūrmala wieder in ein Mekka der russischen Musikbranche verwandelt. Millionen Fernsehzuschauer verfolgen jedes Jahr das dort von russischen Organisatoren mitveranstaltete "New Wave"-Festival. Die Wochenzeitschrift Ir kritisiert die pompöse Show: "Es ist schwer zu behaupten, dass diese Veranstaltung überhaupt etwas mit Lettland und der Musik zu tun hat. Warum organisieren die Russen nicht so ein 'Festival für junge Sänger' in Brighton, Nizza, Venedig oder auf Zypern? Wäre es denn möglich, dass auch dort die Hauptpromenade für eine Nachtdisco drei Tage lang gesperrt wird? Ist es hier billiger als anderswo in Europa? Für [den Oligarchen] Abramowitsch und andere reiche Russen aus der Milliardärsclique, die in Lettland auftauchen, ist nichts zu teuer. ... Und dies passiert in einem Land, welches die Einwohner Russlands als den drittgrößten Feind bezeichnen."

Quelle: www.eurotopics.net (27. Juli 2013)

Foto: Facebook

"New Wave" wird seit 2002 ausgetragen. Die junge Musiker müssen an drei Tagen ihr Talent mit einem Welthit, einem Lied ihrer Heimat und einem eigenen Song beweisen. Bis zu 150 Millionen TV-Zuschauer in vielen Ex-Sowjetrepubliken verfolgen jährlich die prunkvolle Show. In diesem Jahr hat der Kubaner Roberto Kel Torres gewonnen. Seine Leistung wurde mit 50 000 Euro Preisgeld prämiert. Beste Deutsche war Linda Teodosiu mit der Platz 11.