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taz: Homosexuelle müssen in Lettland im Angst leben

Logo der Euro-Pride 2015„Ich verkünde stolz, ich bin schwul", twitterte Lettlands Außenminister Edgars Rinkēvičs im vergangenen November. Trotz diesen mutigen Geständnis bleibt die Situation für die Gleichgeschlechtliche in Lettland hart, sie müssen ihre Sexualität versteckt halten, schreibt die deutsche Zeitung taz .

Die Mehrheit der lettischen Bevölkerung toleriert sexuelle Minderheiten nicht. Bei den bunten Homo-Paraden kommt es zu, teilweise sogar gewaltsamen, Auseinandersetzungen zwischen Aktivisten und Gegnern. Tägliche Angriffe auf der Straße und an Treffpunkten sind keine Seltenheit, berichtet taz.

In Estland können die gleichgeschlechtliche Paare ab 2016 beim Notar ihre Beziehung nach deutschen Lebenspartnerschaftsgesetz legalisieren lassen. In Lettland wurde aber am Ende 2005 sogar die Verfassung geändert, um die Homo-Ehen zu verhindern. Ein Jahr später hat das lettische Parlament, Saeima, immerhin ein Diskriminierungsgesetz beschlossen, das Benachteiligung am Arbeitsplatz aufgrund sexueller Orientierung untersagt.

Aus diesem Hintergrund ist die Entscheidung, die EuroPride im Juni erstmals in Riga durchzuführen genau so mutig, wie das Outing des Chefdiplomaten Rinkēvičs. Ohne couragierte Schritte wird sich die Gesellschaft nicht ändern. Die Veranstaltung wird von dem Verein Mozaika http://mozaika.lv/ organisiert.

Obwohl die Vorfreude durch eine Aussage des Staatspräsidenten Lettlands, Andris Bērziņš deutlich gedämpft wurde, steht den kommenden, ab 15. bis zum 21. Juni 2015 stattfindenden bunten und fröhlichen europäischen Parade nichts mehr im Wege.

Wie die Menschen in Deutschland kennen, verändern sich die negative Haltungen gegen Schwulen und Lesben gerade durch das Kennenlernen und Gespräche nach den Paraden sichtlich. Die Vereine in der Bundesrepublik sind selbstbewusst und aktiv, sie bieten neben Christopher-Street-Day-Paraden (CSD) in verschiedene Städten Deutschlands noch Informationen an. Obwohl viel erreicht wurde, sind die Beziehungen Gleichgeschlechtlicher mit denen von Heteropaaren noch nicht ganz gleichgestellt. Doch die Stimmung hat sich in Deutschland durch die Präventionsarbeit deutlich verbessert. Die Bürgern feiern nicht nur mit, sondern unterstützen auch die politische Forderungen von Schwulen und Lesben. Fußball, Motorsport und Chefetagen der großen Konzernen sind jedoch Bereiche in denen noch Nacharbeit erforderlich ist. (asie)

Fotoquelle: Facebook

 



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